Faire Tea-Time-Tafel:
Advent mit Mömlinger Weltladen

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Gut, gesund und vor allem gemeinschaftlich leben. Unter diesem Motto kann man die Idee der Weltläden treffend beschreiben. Mitarbeiter und Kunden wollen ein Zeichen setzen und sich für fairen Handel weltweit engagieren. Gerade zur Weihnachtszeit geraten Themen wie Konsum- und Wirtschaftskritik zunehmend ins Visier der Öffentlichkeit. Warum nicht auch in puncto Plätzchen, Tee und Geschenken fairen Produkten eine Chance geben? Der heutige MainFlair-Tipp: Eine Entdeckungsreise durch den Weltladen der Fair-Trade-Gemeinde Mömlingen.

weltladen-0653Seit nunmehr einem Jahr darf Mömlingen den Namenszusatz „Fair-Trade-Gemeinde“ tragen. Damit ist sie eine von rund 300 Fair-Trade-Gemeinden in Deutschland und die erste in der Region. Maßgeblich zur Auszeichnung beigetragen hat der Weltladen in der Bachstraße. Hier gibt es faire Produkte. Das heißt, dass sowohl die Herstellung als auch der Handel unter gerechten Bedingungen erfolgten. Vom Verkaufspreis erhält der Arbeiter vor Ort also mehr als nur einen kleinen Obolus.

Außerdem investiert der Mömlinger Weltladen mit seinem Verkaufserlös in den Umweltschutz – etwa durch Projekte für Aufforstung oder naturnahe Landwirtschaft. Ziel ist es, den Menschen in den Herstellungsländern eine selbstständig wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen.

weltladen-0654Neben Lebensmitteln wie Tee, Kaffee, Brotaufstriche, Nüsse, Trockenfrüchte, Reis oder Süßigkeiten können Kunden im Weltladen auch Haushaltsgegenstände, Taschen, Kunst, Schmuck und Spielsachen kaufen. Für die Weihnachtszeit gibt es tolle Dekorationsideen wie Figuren, Kerzen oder vollständige Krippen. Auch liebevoll verzierte, besinnliche Grußkarten sind im Sortiment enthalten.

Als leidenschaftliche Tee-Trinkerin habe ich mir einen adventlichen Roibuschtee mit Orange und eine Packung Bio-Spekulatius gegönnt (siehe Titelbild). Dazu gab es einen Apfel und fertig war meine Tea-Time-Tafel.

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Ich möchte hier keinen Moralapostel spielen, sondern einfach anregen, sich einmal die Frage zu stellen, wie man aktiv Menschen, denen es sozial oder wirtschaftlich schlecht geht, helfen kann. Auch ein Einzelner ist nicht machtlos. Er kann durch sein Handeln andere mitreißen und somit den berühmten Stein ins Rollen bringen. Um die Bedingungen für Mensch, Tier und Umwelt nachhaltig zu verbessern, braucht es sicher vor allem einen maßvollen Umgang mit Konsum. Wenn es aber doch hin und wieder ein neuer Gegenstand sein muss, warum nicht zuerst einmal im Weltladen stöbern?

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